Weltfrauentag – ein gesetzlicher Feiertag?

Weltfrauentag – ein gesetzlicher Feiertag?

Weltfrauentag – bald ein gesetzlicher Feiertag in Belgien?

Am 8. März war es mal wieder soweit, Weltfrauentag. Man mag es kaum glauben, aber in 25 Ländern der Welt ist das bereits Realität. Dieser Tag ist dort ein gesetzlicher Feiertag, und das sogar in kommunistischen Staaten wie China und Nordkorea, aber auch in Burkina Faso im fernen Afrika.

Der Weltfrauentag will ein internationales Zeichen setzen für Frauenrechte und die Gleichberechtigung der Geschlechter. Auch die Frauenliga will ein Zeichen setzen und regt die Etablierung des Weltfrauentags als gesetzlichen Feiertag ab 2022 an. Dies zuerst in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und dadurch eventuell auch als Initialzündung für ganz Belgien. Wir werden diesen Gedanken bis auf EU-Ebene tragen. Es wäre ein weiterer, wichtiger Schritt für die Sache der Frau.

Die Frauenliga möchte sich dafür einsetzen, dass ein aufgeklärter und weltoffener Staat wie unser Belgien sich dem nicht verschließt. Lassen Sie uns die Kräfte bündeln, wir hoffen auf Ihre Unterstützung.

Weltfrauentag ein Feiertag? Aber sicher!

 

Internationaler Frauentag – Ein kurzer geschichtlicher Abriß

Am 8. März wird der internationale Frauentag gefeiert. Der Weltfrauentag wird seit jeher genutzt, um auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter, sowie diesbezügliche Missstände und Diskriminierung aufmerksam zu machen und sich dazu zu positionieren. Seit mehr als 100 Jahren begehen Frauen weltweit diesen Tag, um zu protestieren, sich zu empowern und auf wichtige Themen der Gesellschaft hinzuweisen. Der Ursprung des internationalen Frauentags findet sich im Jahre 1908 in der Arbeiterinnenbewegung in den USA. Hier rief die Sozialistische Partei erstmals am 20. Februar 1909 einen Frauentag ins Leben, um aktiv für das Frauenwahlrecht zu streiken. 1910 übernahm die Frauenkonferenz der Sozialistischen Internationale in Kopenhagen die Idee des Frauentags. Unter dem Leitspruch „Keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte“ forderte die deutsche Sozialistin Clara Zetkin den Kampf für das Frauenwahlrecht und die Frauenrechte mithilfe des Frauentags zu unterstreichen. Millionen von Menschen in Deutschland, Österreich, Dänemark und der Schweiz forderten im März 1911 – aufgerufen durch Gewerkschaften, Sozialdemokrat*innen und Sozialist*innen – einen Ehrentag für Frauen. Ihre Forderungen waren gleiche Arbeitsrechte für Frauen, das Frauenwahlrecht und die Möglichkeit zur politischen Teilhabe. 1913-1914 stand der internationale Frauentag unter dem Protest gegen den Krieg. Russische Frauen schlossen sich an und machten den letzten Sonntag im Februar zum Frauentag.  Unter der Parole „für Brot und Frieden“ demonstrierten am 8. März 1917 (nach gregorianischem Kalender) die Frauen des Rüstungsbetriebes Putilow zu Beginn der „Februarrevolution“ in Russland gegen die immer schlimmer werdende Situation nach dem ersten Weltkrieg. Dieses Datum, der 8. März, wurde 1975 durch die UNO schließlich zum „International Women´s Day“, mit der Forderung ihn jährlich in allen Mitgliedsstaaten zu begehen, institutionalisiert. In 26 Staaten wurde der „Tag für die Rechte der Frau“ sogar zum gesetzlichen Feiertag. Einer der größten Erfolge des Frauentages war es das Frauenwahlrecht zu etablieren, so durften 1919 das erste Mal Frauen in Deutschland aktiv an der Wahl teilnehmen und sich sogar selbst zur Wahl stellen. In den Zeiten des Nationalsozialismus, wurde der internationale Frauentag aufgrund seines sozialistischen Ursprungs verboten. Das Bild der Frau als Mutter wurde zum Idealbild der nationalistischen Propaganda. Die Sowjetunion und die spätere DDR propagierten eine gleichberechtigte und berufstätige Frau und Mutter als ihr gesellschaftliches Leitbild. Zu Beginn der 1960er Jahre durften Frauen noch kein eigenes Konto eröffnen und brauchen, um der Erwerbsarbeit nachgehen zu können, die Zustimmung ihres Mannes, um sicher zu gehen, dass sie ihre Pflichten innerhalb der Ehe und Familie weiterhin nachgeht. So wurde in den 1960er Jahre der Frauentag und der damit verbundene Kampf um Gleichberechtigung neu entfacht. Im Fokus standen Freiheit von Diskriminierung und Gewalt, Selbstbestimmung über den eigenen Körper und die Legalisierung von Abtreibung. Sowie das Recht auf Selbstbestimmung und Teilhabe an gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen. 2019 jährte sich das Frauenwahlrecht zum hundertsten Mal und dennoch gibt es noch einiges im Kampf für die Gleichberechtigung aller Frauen innerhalb der Gesellschaft zu tun.

 

 

 

In den folgenden Ländern ist der 8. März ein gesetzlicher Feiertag

Weitere Informationen zum Internationalen Frauentag

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