Franken entdecken – Geschichte, Kultur und besondere Perspektiven

28.09. - 02.10.2026

Unsere diesjährige Studienreise führt uns nach Franken in das Gebiet zwischen den Städten Bamberg, Nürnberg, Coburg, Bayreuth und Regensburg. Eine Region die nicht nur beeindruckenden Bauwerke und malerische Altstädte bietet, sondern auch spannende Einblicke in Gesellschaft, Kunst und Alltagsleben vergangener Jahrhunderte erlaubt. Jede Stadt erzählt ihre eigene Geschichte – manchmal laut und prunkvoll, manchmal leise und im Verborgenen.

 

Bamberg – Frauengeschichten einer Stadt

Die Geschichte Bambergs ist immer auch die Geschichte seiner Frauen. Bei einem Rundgang unter dem Motto „Frauengeschichten“ wird deutlich, wie unterschiedlich die Lebensrealitäten waren: gutbürgerliche Beamtengattinnen, Handwerks- und Gärtnerfrauen, Huren und als „Hexen“ verfolgte Frauen, aber auch hochadelige Damen, Stifterinnen und Heilige prägten das Stadtbild – oft im Stillen.

Selbst in Details der Stadtgeschichte begegnet man weiblichen Symbolfiguren wie dem „Bamberger Apfelweibla“, das bis heute als volkstümliche Identifikationsfigur gilt. So eröffnet Bamberg eine ungewöhnliche, weibliche Perspektive auf Stadtgeschichte – eine Geschichte, die häufig im Hintergrund wirkte, aber entscheidend zum Erfolg und zur Entwicklung beitrug.

Bayreuth – Glanz des Barock

In Bayreuth beeindruckt vor allem das Markgräfliches Opernhaus Bayreuth, das als besterhaltenes freistehendes barockes Hoftheater gilt. Zwischen 1744 und 1748 erbaut, orientierte es sich an den großen Opernhäusern in Wien und Dresden. Seit 2012 zählt es zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als einzigartiges Monument der Fest- und Musikkultur des 18. Jahrhunderts.

Bauherrin war die kunstsinnige Wilhelmine von Bayreuth, gemeinsam mit ihrem Gemahl Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth. Anlass war die Hochzeit ihrer Tochter Elisabeth Friederike. Der berühmte Theaterarchitekt Giuseppe Galli Bibiena schuf einen hölzernen Innenraum von überwältigender Pracht. Das Opernhaus gilt als barocker Vorläufer der großen öffentlichen Theater des 19. Jahrhunderts.

Nach dem Brand des Alten Schlosses 1753 entstand unter Leitung des französischen Baumeisters Joseph Saint-Pierre das Neues Schloss Bayreuth. Auch hier wirkte Wilhelmine maßgeblich mit – etwa beim kunstvollen Spiegelscherbenkabinett und im Alten Musikzimmer mit Pastellbildnissen von Künstlern. Bayreuth trägt unverkennbar ihre Handschrift.

Forchheim – Fachwerk und fränkische Idylle

Forchheim bezaubert als fränkische Fachwerkstadt mit liebevoll restaurierten Häusern. Besonders malerisch ist das Viertel „Klein Venedig“, dessen Fachwerkfassaden sich im Wasser spiegeln. Enge Gassen, historische Plätze und gemütliche Wirtshäuser vermitteln ein authentisches Bild fränkischer Stadttradition.

 Regensburg – 2000 Jahre Geschichte

Ein Stadtrundgang durch Regensburg ist eine Reise durch zwei Jahrtausende. Die Altstadt mit ihren engen Gassen und weiten Plätzen versprüht mediterranes Flair und wird nicht umsonst als „nördlichste Stadt Italiens“ bezeichnet. Zu den Höhepunkten zählen der Regensburger Dom, die Steinerne Brücke, die Porta Praetoria sowie das Altes Rathaus Regensburg. Patrizierhäuser und Geschlechtertürme zeugen vom einstigen Reichtum der Handelsstadt.

Ein besonderes Erlebnis ist die Strudelrundfahrt auf der Donau. Direkt unterhalb der Steinernen Brücke startet die Fahrt – unweit der Historische Wurstkuchl, der wohl ältesten Bratwurststube der Welt. Nach dem Ablegen passieren die Schiffe die einst gefürchteten Donaustrudel. Wo früher Wasserwirbel die Schifffahrt gefährdeten, navigieren heute erfahrene Kapitäne sicher durch die Strömung. Während der rund 50-minütigen Fahrt entlang der Altstadt erläutert ein Audiokommentar Sehenswürdigkeiten und spannende Hintergründe.

Vierzehnheiligen – Wallfahrt und Barock

Die Basilika Basilika Vierzehnheiligen zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtskirchen Deutschlands. Sie ist den Vierzehn Nothelfern geweiht und ein Meisterwerk des Barock. Die geschwungene Architektur und das lichtdurchflutete Innere vermitteln eine besondere spirituelle Atmosphäre, die seit Jahrhunderten Pilger anzieht.

Coburg – Wiege eines Königshauses

Coburg gilt als Wiege des belgischen Königshauses. Von hier stammt die Dynastie Sachsen-Coburg und Gotha, aus der auch das belgische Königshaus hervorging. Ein Altstadtrundgang führt durch historische Gassen, vorbei an prächtigen Bürgerhäusern und eindrucksvollen Bauwerken, die von der Bedeutung Coburgs im 19. Jahrhundert zeugen.

Nürnberg – Spielzeugträume und Technikgeschichte

Das Spielzeugmuseum Nürnberg bewahrt einzigartige Schätze aus Nürnberg und anderen Spielzeugregionen. Puppenstuben, Eisenbahnen, Dampfmaschinen und Papiertheater lassen Kindheitserinnerungen lebendig werden. Gleichzeitig zeigt das Museum, wie eng Spielzeug mit gesellschaftlichen Entwicklungen und technischen Erfindungen verknüpft ist. Der Rundgang lädt dazu ein, auf Entdeckungsreise zu gehen und zu erkennen, wie sich Wandel und Fortschritt im Kleinen widerspiegeln.

Diese Reise durch Franken verbindet eindrucksvoll Architektur, Geschichte, Kultur und persönliche Geschichten. Sie zeigt, wie vielfältig regionale Identität sein kann – von barocker Theaterpracht über mittelalterliche Kaiserin bis hin zu Kindheitsträumen im Spielzeugmuseum.

Haben Sie Lust auf eine abwechslungsreiche Reise in eine der schönsten Regionen Deutschlands, dann begleiten Sie uns nach Franken!

Im Reisepreis inbegriffen sind folgende Leistungen:

  • die Busfahrt im komfortablen Reisebus
  • 4 Übernachtungen im 3*-Hotel mit Halbpension
  • vom ersten bis zum vierten Tag jeweils ein Mittagsimbiss
  • Ganztägige Reiseleitung an allen Tagen, alle im Programm, aufgeführten Besichtigungen, Führungen und Eintritte
  • Preis pro Person:
  • 790 € im Doppelzimmer
  • 850 € im Einzelzimmer
  • + 50 € für nicht Mitfrauen

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